6 Mann Besatzung - 6 Fahrräder - 6 Paar Figl - Ein 20 Betten-Matratzenlager - und ein Deutscher! Schon zu Beginn der Tour traten erhebliche Schwierigkeiten auf, als sich nach etwa 500 m Fahrt in Richtung Lindauer Hütte eine Suizid-Gefährdete Fahrradkette entschied, ihrem Dasein ein Ende zu bereiten und zerbarst, ohne jegliche Abschiedsworte zur hinterlassen. Auch die ,etwa 45 Minuten andauernde, Operation am Tatort vermochte keine Besserung herbeizuführen, dennoch erreichte das betroffene Fahrrad dank Martins unermüdlichen Einsatzes und Zugkräftiger Unterstützung von Lukas und Bruno, zumindest die Hälfte des Weges bis zur Hütte. Der Rest des Weges wurde zu Fuß überwunden, die Fahrräder von Josef, Peter und Vicki jedoch wurden den ganzen Weg bis zur Hütte gepeitscht.


Nach einem ordentlichen Abendmahl startete die "Birkenstock-Latschenkiefer-Tour" ( sozusagen die Tour in der Tour ). Nach Durchquerung des Botanischen Hochsicherheits- gartens und etwa  200m Weg  bemerkten wir, dass wir auf den falschen Pfad wanderten, unser Ziel lag hinter einem unendlich lang wirkenden Latschenkiefer-bewachsenen Hang von dem die Thur in der Tour ihren Namen hat. wie sich der zivilisierte Mensch durch Latschenkiefer bewegt, kann in den  zum Download vorgesehenen Videos bewundert werden. Lukas und Vicki verbrachte sodann den restlichen Abend damit, den "Bolder-Felsen" zu demütigen, indem Sie an ihm herumkletterten. Wie man im Titelbild sieht, war das ganze auch vollkommen ungefährlich, da Josef und Martin ihre Hände schützuend nach oben hielten.

Doch dann plötzlich: Zur Hütte laufen - Schlafen - Aufstehen - Müsliriegel essen - Loslaufen - und schon befanden wir uns auf einem der Drei Türme. Daraufhin folgte ein Frühstück ( und danach für einen gewissen Herrn Eberle ein kleines Schläfchen ).
Dann aber sofort die Figl angebunden und über die, leider noch etwas vereiste, Schneedecke gefigelt. Natürlich gibt es davon keine Bilder, da keiner sich überwinden konnte, stehen zu bleiben und die Halsbrecherischen Szenen fotografisch festzuhalten. Dank eines fatalen Navigationsfehlers bei der Abfahrt, fanden wir uns plötzlich vor einem Abgrund wieder, der nur mit Hilfe einer Kletterausrüstung, oder mehrerer gebrochener Knochen überwunden werden konnte.


"Umkehren!" schrie uns das Schicksal ins Gesicht, was uns einen Umweg von etwa einer Stunde und einen Elbrusmuskelzuwachs von etwa 5% bescherte. Um uns halbwegs zu säubern begaben wir uns auf schnellstem Wege nach Bregenz und wälzen unsere Elbrusmuskelbepackten Körper im Bodenseewasser, welches allerdings nur unwesentlich sauberer war als wir selbst. Um später die Bodenseeverschmutzung wieder los zu werden, begaben sich Lukas und Bruno noch am selben Tag an die Ach und beendeten somit die Tour. Bitte drängeln Sie nicht beim Verlassen dieses Berichts und betrachten Sie die Zahlreichen Bilddokumente in der Galerie, es hat nämlich lange genug gedauert, die ganzen Bilder auf den Server zu laden!

Berg heil!